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Wenn du ihre Nachrichten in den Google Übersetzer kopierst, kennst du wahrscheinlich beides: eine Antwort, die sich perfekt liest, und eine, die überhaupt keinen Sinn ergibt. Beides ist normal. Maschinelle Übersetzung aus dem Thai und ins Thai ist viel besser als noch vor ein paar Jahren, hat aber immer noch ein paar ganz bestimmte blinde Flecken. Wer sie kennt, erspart sich viel Verwirrung und manchen Streit, der nie wirklich einer war.
Einfache, vollständige Sätze über alltägliche Dinge. „Ich gehe mit meiner Schwester auf den Markt.“ „Heute regnet es in Pattaya.“ „Wann hast du Feierabend?“ Solche Nachrichten kommen in beide Richtungen meist sauber an, und je mehr deine Nachrichten so aussehen, desto besser klappt es für euch beide.
Keine Leerzeichen. Geschriebenes Thai setzt keine Leerzeichen zwischen Wörter, nur zwischen Satzteile. Ein Übersetzer muss raten, wo ein Wort endet, und bei einer kurzen, lockeren Nachricht rät er manchmal falsch. Heraus kommt ein Satz, der grammatisch Unsinn ist.
Fehlende Pronomen. Thai lässt „ich“, „du“, „er“ und „sie“ weg, wenn sie aus dem Zusammenhang klar sind. Ein Übersetzer kennt den Zusammenhang nicht, also erfindet er sie. „Vermissen, sehen wollen“ kann als „Er vermisst dich und will sehen“ zurückkommen, obwohl sie „Ich vermisse dich und will dich sehen“ meinte. Wenn dir ein Pronomen in einer übersetzten Nachricht seltsam vorkommt, hat es wahrscheinlich die Maschine eingefügt.
Chat-Wörter für „ich“ und „du“. Thailändische Frauen benutzen in Nachrichten oft Wörter, die im Lehrbuch etwas anderes bedeuten. Kao (เค้า) heißt für viele junge Frauen „ich“, aber ein Übersetzer liest es als „er“ oder „sie“ (Mehrzahl). Tua eng (ตัวเอง), wörtlich „du selbst“, ist die Art, wie viele Paare „du“ sagen. „เค้าคิดถึงตัวเอง“ heißt also „Ich vermisse dich“, und ein Übersetzer macht daraus vielleicht „Er vermisst sich selbst“. Wenn in einer übersetzten Antwort plötzlich ein geheimnisvoller „er“ auftaucht, ist das sehr oft der Grund.
Partikeln. Die kleinen Wörter am Ende eines thailändischen Satzes, ka, na, ja, tragen die Wärme. Übersetzer lassen sie weg, und eine freundliche Antwort klingt knapp. Lies eine schroffe Übersetzung im Zweifel als freundlich.
Spitznamen. Viele thailändische Spitznamen sind gewöhnliche Wörter. Nok heißt Vogel, Fon Regen, Dao Stern, Nam Wasser. Ein Übersetzer schreibt dir vielleicht „Vogel arbeitet heute Abend“, obwohl Nok ihre Freundin ist. Der Ratgeber zu thailändischen Spitznamen listet die häufigsten auf.
Slang und Zahlen. 555 ist Lachen (fünf heißt auf Thai „ha“), und der Übersetzer lässt es vielleicht als Zahl stehen. Internetschreibweisen, gedehnte Wörter und verspielte Falschschreibungen kommen oft gar nicht an. Der Ratgeber zu thailändischen Chat-Ausdrücken erklärt die häufigsten.
Isan- und Lao-Wörter. Viele Frauen, die in Pattaya arbeiten, sind im Isan aufgewachsen, dem Nordosten Thailands, wo die Alltagssprache dem Lao nahe ist. Wörter wie bo (nicht), khoi (ich) und doe (eine freundliche Endung) sind in Nachrichten von zu Hause und unter Freundinnen häufig, und Übersetzer für Standard-Thai kommen damit schlecht oder gar nicht zurecht.
Er sucht deine Stimme für dich aus. Im Thai gibt es verschiedene Wörter für „ich“, je nachdem, wer spricht. Männer sagen meist phom. Ein Übersetzer wählt oft ein neutrales oder weibliches Wort, sodass deine Nachrichten steif, förmlich oder merkwürdig so klingen, als schreibe eine Frau. Das ist keine Katastrophe, aber einer der Gründe, warum sich übersetzte Nachrichten seltsam lesen.
Redewendungen und Witze. „Ich drück dir die Daumen“ wird zu einem Satz über Daumen, die jemand drückt. „Da steppt der Bär“ wird zu einem tanzenden Bären. Ironie liest sich ernst gemeint. Mach nur Witze, die auch wörtlich genommen noch lustig sind.
Lange Sätze. Deutsche Schachtelsätze sind für einen Übersetzer eine Zumutung: Jedes „welche“, „obwohl“ und „aber“, jedes Verb am Satzende ist eine weitere Stelle, an der die Struktur zusammenklappen kann. Zwei kurze Sätze kommen viel besser an als ein langer.
Abkürzungen. „lg“, „hdl“, „vllt“ und „gn8“ bringen ihn durcheinander. Schreib die Wörter aus.
Wenn du nicht sicher bist, was deine Nachricht sagen wird, übersetze sie ins Thai und dieses Thai dann zurück ins Deutsche. Wenn nicht herauskommt, was du gemeint hast, schreib sie kürzer und einfacher. Das dauert zehn Sekunden und fängt die meisten Probleme ab, bevor sie sie sieht.
Mach es mit ihren Nachrichten genauso, wenn etwas schief klingt: Übersetze einen Satzteil nach dem anderen, oder frag sie einfach, was sie gemeint hat. „Sorry, das habe ich nicht verstanden. Kannst du es anders sagen?“ ist immer besser als raten.
Der Google Übersetzer kann auch zuhören und lesen. Die Spracheingabe ist praktisch für kurze Sätze, hat aber Mühe mit Hintergrundlärm und schnellem Sprechen. Die Kamerafunktion liest geschriebenes Thai auf einem Schild, einer Speisekarte oder einem Zettel und ist darin erstaunlich gut.
Jede Nachricht zu kopieren und einzufügen funktioniert, wird aber nach ein, zwei Wochen mühsam: mehrmals Tippen pro Nachricht, in beide Richtungen, und du machst die ganze Kontrolle allein.
Auf dieser Seite passiert die Übersetzung in der Mitte. Du schreibst in deiner eigenen Sprache, sie liest Thai auf ihrem Handy, auf LINE oder in ihrer eigenen App, und ihre thailändische Antwort kommt übersetzt zu dir zurück. Wenn du die Arbeit der Maschine überprüfen willst, kannst du unter Konto einstellen, dass ihr thailändisches Original unter jeder Antwort erscheint, mit einer Zeile darunter, die zeigt, wie es ausgesprochen wird. Die Tipps in diesem Ratgeber gelten trotzdem, denn jeder Übersetzer hat dieselben blinden Flecken: Kurze, einfache Nachrichten werden so gelesen, wie du sie gemeint hast.
Der Google Übersetzer ist gut bei einfachen Sätzen und schwach bei Pronomen, Slang, Spitznamen, Dialekt und Tonfall. Schreib kurz, lies ihre Antworten wohlwollend, und wenn etwas falsch klingt, verdächtige zuerst die Maschine und nicht sie.
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